Ordnung Paarhufer
Unterordnung Wiederkäuer Nichtwiederkäuer
Familie Geweihträger Hirschart (Cerviden) Hornträger Rinderart (Boviden) Schweineartige
Unterfamilie Trughirsch (Neuwelthirsch) Echte Hirsche (Altwelthirsch)  Ziegenart Rinderart echte Schweine (Altweltschweine)
Gattung Rehe Ren Elche Rot Sika Dam Gämsen Ziegen Schafe Bison  
Art Reh Ren Elch Rot-hirsch Sika-hirsch Dam-hirsch Gämse Steinbock Mufflon Wisent Wildschweine
Merkmale  Verhalten  Lebensraum  Fortpflanzung  Spuren  Jagd  Jägersprache  Kalender  Links        

Cerviden

 

Beschreibung

Die Hirsche (Cervidae) oder Geweihträger sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla). Die Familie umfasst rund 45 Arten, von denen unter anderem der Rothirsch, der Damhirsch, das Reh, das Ren und der Elch auch in Europa verbreitet sind. Auffälligstes Kennzeichen der Hirsche ist das Geweih, das viele verschiedene Formen aufweisen kann und in der Regel nur von Männchen getragen wird.

Merkmale

Der Geweihzyklus ist bei allen Geweihträgern zeitlich unterschiedlich. In der zeitlichen Reihenfolge beginnt im Oktober das Rehwild, es folgen über den Winter bis in das Frühjahr Elch-, Rot-, Dam- und Sikawild. Der Aufbau des neuen Geweihes folgt unmittelbar auf das Abwerfen in der selben Reihenfolge.

Das Geweihwachstum und die Geweihstärke unterliegen vielen Standortfaktoren wie Klima, Höhenlage, Äsungsangebot, Wildbestandshöhe, Störungsdruck und anderen.

Allgemein gilt aber, daß Körper- und Geweihstärke korrelieren. Auf einem gesunden, starken Wildkörper wächst meist auch ein starkes Geweih. Mit zunehmendem Lebensalter, bis zu zwölf bis 14 Jahren, nimmt die Geweihstärke zu. Ältere und überalterte Hirsche setzen wieder zurück.

 

Verhalten

 

Lebensraum und Nahrung

Rot- und Rehwild leben die meiste Zeit im und vom Wald, so daß die ökologischen Besonderheiten von Waldökosystemen für die Existenz dieser Cerviden grundlegende Bedeutung haben. Nur ein Bruchteil der Primärproduktion (1–2,5%) wird durch Pflanzenfresser genutzt. Die Nutzung trifft aber besonders langlebige Baum- und Straucharten im Verjüngungsstadium. Sie ist daher trotz des geringen Umfanges schwerwiegend und führt zu markanten Vegetationsveränderungen.

Die Biomasse des Rotwildes (kg/ha) wurde für die einzelnen Rotwildvorkommen Bayerns, sowie einzelne Rotwildringe und Forstämter des bayerischen Alpenraumes errechnet. Eine Gegenüberstellung dieser Werte mit solchen von Huftieren in vergleichbaren Regionen lassen die Werte hoch erscheinen.

Bei Rehwild ist der Waldanteil an der Landschaft von grundlegender Bedeutung. Während es in Gebieten mit überwiegendem Waldanteil ohne Fütterung den ökologischen Gegebenheiten entsprechend gehalten werden kann, ist bei nur geringem Waldanteil das Rehwild, wenn es überhaupt gehalten werden soll, auf künstliche Winterfütterung angewiesen.

Fortpflanzung

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Familie und Gattung

 

 

Geweihtragende Hirscharten
(Cerviden)

 

Die hirschartigen Paarhufer tragen ein Geweih, das jährlich abgeworfen und wieder aufgebaut wird. Bei den Cerviden unterscheiden wir die sog. "echten Hirschen" (Rotwild, Damwild, Sikawild) und die "Trughirschen" (Reh und Elch).
 

 

 

 

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  Stirnwaffen

  Geweih / Gehörn

  Stirnwaffen; Aufbau Unterschied

  Schweiz Vereinigung Damhirsche

 

 

  Jagd1

 

in Kürze...
 

Schulterhöhe 65- 73 cm
Kopf-Rumpflänge 100-130 cm
Gewicht (lebend) 15-25 kg; je nach Klima, Nahrung und Bestandesdichte
Geweih («Gehörn») 1-3 Enden pro Stange; Abwurf: Nov./Dez., erneuert: März/April
Höchstalter bis 20 Jahre; Durchschnitt 2-3 Jahre
Paarungszeit Juli-August
Tragzeit 40 Wochen (inkl. Eiruhe bis ca. Dez.)
Setzzeit Mai-Juni
Anzahl Junge 1-3, meist 2
Geburtsgewicht 500-2000 g
Säugezeit ca. 3 Monate
Geschlechtsreife mit ca. 1 Jahr; aktive Fortpflanzung: M ab 3 Jahren, W mit 1-2 Jahren

 

 

Spuren

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Bemerkungen

Geweihwachstum ausgehend von den zum Stirnbein gehörenden Rosenstöcken. Geweihknochen in der Wachstumsphase vom durchbluteten Bast umgeben. Nach Beendigung des Geweihwachstums wird der vertrocknete Bast abgefegt. Form des Geweihs artspezifisch, regional unterschiedlich, sowie vom Alter und Gesundheitszustand des Tieres abhängig. Geweih = Imponierorgan. Wird beim Kampf um brünstige Weibchen eingesetzt.

Einfluß des Hormons Testosteron: Verletzung der Hoden führt zu Mißbildungen (Perückenbock); außerdem wurde der Hormoneinfluß durch Transplantation der Rosenstöcke auf weibliche Tiere mit unterschiedlichen Hormongaben nachgewiesen. Außerdem wurde ein hoher Testosterongehalt im Bastgeweih (Panten) beim Rothirsch nachgewiesen.

 

 

 

 

 

Kalender

Jan. Febr. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.
Brunft/Paarung                        
Tragzeit                        
Setzzeit                        
Säugezeit                        
Schonzeit                        
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    Copyright ©          E. Schmid, Turgi

 update © ES   13. Februar 2009