|

Zum 25 jährigen Arbeitsjubiläum im Jahr 2009, das
gleichzeitig auch das 30 jährige Berufsjubiläum ist, habe ich mir mit den
vier zusätzlich erworbenen Ferienwochen eine spezielle Herausforderung vorgenommen:
Beflügelt
vom Begriff "Entschleunigung meines Lebens" suche ich mir eine spezielle Zeitinsel.
Das Gefühl, immer schneller leben zu müssen, macht uns krank.
Wir überfordern uns. Wir verlieren den Blick für das Wesentliche. Langsam
wächst die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann.
Als es noch keine Uhren
gab, bestimmten Sonne, Mond und Sterne den Rhythmus. Wer einer
Verabredung sicher sein wollte, traf sich nach Sonnenaufgang. Heute
ticken die Menschen im Minutentakt. Die Zeit rast. Viele halten nicht
mehr Schritt, die Jahre drücken aufs Tempo. Die Sehnsucht wächst, auf
die Bremse zu treten. Die Spargelsaison muss schon im Februar beginnen,
die Erdbeersaison im März, die
Weihnachtsdekoration muss im Oktober ins
Schaufenster…
Deshalb möchte
ich geduldig zusehen, was die Tage mir zutragen. Die Landschaft kann sich dem natürlichen Rhythmus des Werdens und
Wachsens nicht entziehen. Darum wird sie zum „Entschleuniger“:
Dinge wachsen und reifen lassen. Das Tempo drosseln, aufatmen, ruhig
weitergehen…
Vielleicht geht es darum, innerhalb der Beschleunigung ein
Gleichgewicht zu finden? Manchmal ist es gut, wenn die Abläufe schneller
werden, effizienter werden, und manchmal ist es besser, wenn sie
langsamer werden. Alles zu seiner Zeit...
|