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Jura

Entstehung des Gebirges

Die Jurafaltung hängt eng mit der letzten Phase der Alpenbildung zusammen. Da auch die jüngsten vorhandenen Sedimente des Miozäns verfaltet sind, muss die Faltung im späten Miozän und im Pliozän stattgefunden haben, das heisst in der Zeit vor etwa 10 bis 2 Millionen Jahren. Durch den kräftigen Schub, der mit der Alpenbildung einherging, wurden auch die nordwestlich der mit Molasseablagerungen aufgefüllten Geosynklinale des Mittellandes wieder an die Oberfläche vordringenden älteren Gesteinsschichten der Jurazeit aufgeworfen und verfaltet. Das kristalline Grundgebirge erfuhr keine Faltung. Die Abscherungsfläche, also die Gleitschicht zwischen den unverfalteten und den verfalteten Gesteinsschichten, bildeten die Steinsalz- und Anhydritschichten aus der Triaszeit. Der Gesamtbetrag des Zusammenschubs variiert zwischen 2 und ca. 35 km (Querschnitt über Mont Risoux).

Vor 130 Millione Joohr isch die afrikanischi mit de europäische Kondinendaalbladde zämmegschdosse. Doo derbie hänn sich dann d´Alpe un de Jura bildet. Zuedämm isch für d´Entschdehig vom Jura au nooh de Rhiigraabe vo entscheidender Bedüddig. De Rhiigraabe soll schiins bis in Ural reiche un isch verandwordlich für des verheerendi Erdbebe vo 1356, welches Basel in Schutt un Asche gleggt hett. De Rhiigraabe isch vor 24 bis 36 Millione Joohr doohdedurch entschdande, dass sich zwei Erdbladde vonenander entfernt hänn. Hädd sich dääh Graabe nitt pö a pö mit Gschdei, also Sediment uffgfüllt, wär dääh so wie de St. Andreasgraabe in San Franzisko /USA.
 

Die Einteilung in den französischen und den Schweizer Jura basiert auf der Grenzziehung zwischen den beiden Ländern, sie beruht nicht auf unterschiedlichen Landschaftsformen. Grob kann man den Jura im Osten und Südosten durch das Schweizer Mittelland, im Norden durch den Hochrhein und die Oberrheinische Tiefebene, im Nordwesten durch die Burgundische Pforte, im Westen durch die Rhône-Saône-Senke, im Süden durch die Isère und die Chartreuse eingrenzen.

Der Jura ist ein geologisch junges Faltengebirge mit einer Längenausdehnung von etwa 300 km. Es beschreibt einen grossen halbmondförmigen, nach Südosten offenen Bogen (Arc Jurassien).

Die südlichste Jurafalte ist die Chaîne du Ratz, die bei Voreppe in Frankreich an der Isère beginnt und sich nach Nordnordosten parallel zum voralpinen Gebirge der Chartreuse zieht. Sie ist zwar deutlich niedriger als die Berge der Chartreuse, aber nur durch ein schmales Tal von diesen getrennt. Die zweite Jurafalte, die Montagne de l’Epine, beginnt beim Ort Les Echelles und zweigt bei Chambéry (Savoyen) von den Alpen in nördlicher Richtung ab.

Je weiter man nun nach Norden kommt, desto mehr Ketten gesellen sich dazu und bilden ein ganzes Gebirgssystem. Westlich von Genf erreicht der Jura bereits eine Breite von 40 km. Hier vollzieht sich die allmähliche Richtungsänderung der Ketten nach Nordosten. Auf der Linie Besançon-Yverdon beträgt die grösste Breite des Gebirges rund 70 km. Bei Biel ändern die Ketten ihre Richtung immer mehr nach Osten, das Gebirgssystem wird rasch schmaler und die Zahl der nebeneinander liegenden Ketten nimmt ab.

Die östlichste Jurakette, die Lägernkette, verläuft schliesslich in exakter West-Ost-Richtung und endet bei Dielsdorf im Kanton Zürich, indem die gebirgsbildenden Schichten unter die Molasse des Schweizer Mittellandes abtauchen.

Sehenswürdigkeiten, Erläuterungen

 


 

 


 
 

   

              

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 update © ES   17. Juli 2010