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Chasseral - Orvin - Finvillier

13. Etappe, Sonntag, 26. Juli 2009

Auf dem Jurahöhenweg vom markanten Gipfel des Chasserals hinab nach Frinvillier wandern

Ein langer aber gleichmässiger Abstieg über mehrere Geländestufen führt vom höchsten Gipfel im Berner Jura hinab nach Frinvillier. Dabei werden die verschiedenen Vegetationszonen des Juras durchstreift. Dichter Mischwald und saftige Weiden prägen die Landschaft um Orvin. Ab Les Prés d'Orvin beherrschen grosse Tannen das Bild. Immer karger wird's je höher man hinauf kommt. Ganz oben auf dem Grat sind es nur noch ein paar Grasnarben, welche den Fels bedecken. Dafür ist die Aussicht umso grandioser. Auf der einen Seite sind die Alpenkette und die "Drei-Seen" zu sehen. Auf der anderen Seite öffnet sich die Weite des Jurabogens.

                    

Sehenswürdigkeiten

N Jura Bernois

N Chasseral Parc Regional

N Orvin

N Frinvillier

N Neuchâtel

 


Chasseral

13. Etappe, Sonntag, 26. Juli  2009
 
Um 08.15 Uhr bringt Vroni ihr Auto ins Tag nach La Neuveville und kommt mit dem Bus wieder auch den Chasseral (10.00 Uhr). Von hier spazieren wir auf dem Grat des Chasseral der Sprachgrenze entgegen.

Im Métairie d'Evilard (Leubringenberg) machen wir bei schönem Ausflugswetter Rast. Hier geht allerdings alles drunter und drüber: Wir warten eine geschlagene Stunden auf unser Essen. Aber was soll's; die Gäste sind geduldig und Wirtsleute geben sich trotzdem alle Mühe.


 

Über Orvin marschieren wir weiter einer schön geraden Strecke entlang hinunter nach Finvillier. Das Hotel hat leider keine Zimmer mehr, so dass ich gezwungen bin, mit Vroni per Zug nach Biel zu fahren. Den Zug verpassen wir um ein paar Minuten, weshalb wir den Bus nehmen müssen.
Während dem Vroni ihr Auto holt in La Neuveville nehme ich im Hotel Elite Quartier - vermutlich das teuerste Hotel auf dem Platz.
                  
Am linken Seeufer genehmigen wir uns im Restaurant "Räblus" noch einen Fischteller, bevor mich dann Vroni so um 19.00 Uhr wieder verlässt. Ich besichtige die Stadt Biel noch ein wenig.

                   In der Nähe von Biel

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Kartenmaterial

  

  

  

  

 

Typisch für den Jura sind die vielen sogenannten Métairien. Ursprünglich waren das ganz einfache Gaststuben, die den Hirten im Sommer auf dem Berg einen finanziellen Zustupf boten. Die traditionelle Métairie-Küche ist in erster Linie eher bodenständig.

In den Pfannen von Katrin Annahem brutzeln feine Gerichte von der traditionellen Rösti mit Bratwurst bis zu einigen auserlesenen Spezialitäten aus aller Welt. Auch Vegetarier kommen nicht zu kurz und weiter wird die Karte mit verschiedenen Fondues ergänzt.

Der Leubringenberg ist einzigartig gelegen, auf der Terrasse ist der Himmel zum Greifen nah und die Zeit scheint still zu stehen, während der Blick über das Flachland mit Bern und Burgdorf zu den fernen Berggipfeln schweift. Jungfrau, Mönch und wie sie alle heissen...
 
 
Nahe bei Biel Richtung Tavannes liegt Frinvillier, Teil der Gemeinde Vaufellin. Von hier hat sich das Wasser des Flüsschens La Suze durch die vorderste Jurakette gefressen und dabei die wildromantische Taubenlochschlucht entstehen lassen.

Die «klassische» Wanderung durch die Taubenlochschlucht führt bergwärts ab Biel. Stadtbusse fahren bis zur Haltestelle «Taubenloch», dem unteren Einstieg in die wildromantische Schlucht der Schüss (La Suze). Auf dem rund 3 km langen, gut ausgebauten Wanderweg durch die Taubenlochschlucht durchquert man die erste Jurafalte von Biel-Bözingen (445 m ü. M) hinauf nach Frinvillier (dt. Friedliswart, 516 m ü. M.). In langwieriger Erosionsarbeit hat sich die Suze durch den Felsriegel gefressen und eine wildromantische Szenerie mit Strudeltöpfen, senkrechten Felswänden und vorspringenden Nasen geschaffen. Interessant sind die gut sichtbaren geologischen Strukturen, die dadurch zum Vorschein kommen. Besonders eindrucksvoll ist das Schauspiel bei Hochwasser. Und im Winter sind oft märchenhafte Eis- und Schneebildungen zu beobachten.

Frinvillier erreicht man mit Bahn oder Bus ab Biel. Oder über die Autobahn «Transjurane», die sich auf beiden Talflanken laut und wenig rücksichtsvoll ebenfalls durch die Taubenlochschlucht drängt. Der Zugang zur Schlucht ist auch möglich mit der Seilbahn Biel-Leubringen/Evilard und weiter zu Fuss durch den Wald bis Frinvillier. In Frinvillier lockt die «Eau-Berge du Taubenloch» zu einer Pause (auch Übernachtungsmöglichkeit sowie Spielplatz und kleiner Zoo für Kinder). Die Wanderung durch die Taubenlochschlucht kann von Frinvillier aus nordwärts durch die Klus von Rondchâtel bis La Reuchenette und Péry verlängert werden.

Über Frinvillier führt auch der Jurahöhenweg, der Fernwanderweg entlang der aussichtsreichen Jura-Kreten, der vom Grenchenberg her kommend über Plagne steil nach Frinvillier absteigt. Ein langer, gleichmässiger Aufstieg über mehrere Geländestufen führt westwärts weiter auf den höchsten Gipfel im Berner Jura, den Chasseral.


 


 

   
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 update © ES   17. Juli 2010