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St-Cergue - Ruines du Couvent - Crêt de la Neuve -
Col du Marchairuz

3. Etappe, Donnerstag, 16. Juli 2009

Parkähnliche Landschaften sowie grandiose Ausblicke auf den Lac Léman und die Savoyer Alpen sind die prägenden Elemente auf dieser Wanderung

 

Durch eine parkähnliche Landschaft mit verstreuten Sennhütten und einem Netz von kilometerlangen Trockenmauern führt der Weg teilweise durch ein 1972 eingerichtetes Naturreservat. Ein kurzer Halt empfiehlt sich bei den Ruinen eines uralten Klosters.

 

Beim Aufstieg nach St-Cergue ändert sich das Landschaftsbild allmählich. Dunklen Tannenwälder machen den Laubbäume Platz.

Zwischen den Wäldern weiten sich farbenprächtige Blumenwiesen. Die Rundsicht ist überwältigend. Alles überragend präsentiert sich der Gipfel des Mont Blancs, höchster Berg der Alpen. Davor weitet sich der gesamte Bogen des Lac Léman. Der Blick reicht vom Rhône-Delta im Osten bis zum Jet d'Eau von Genf im Westen.

 

                    

Sehenswürdigkeiten

N Region du Léman

N St Cergue Commune

N Ruines du Couvent

N Parc jurassien vaudois

 


Ruines du Couvent

3. Etappe;  Donnerstag, 16. Juli 2009
 
Um 10 Uhr starte ich auf eine hoffentlich angenehmere Etappe. Gleich nach dem Dorf steigt es etwas an um nachher auf gerader Fläche über Juraweisen, Jurahöfe bis zu den Ruinen von Couvent zu gelangen. Die Überreste des Klosters und der "Kraftweg" verleihen Ruhe und Gelassenheit. Das der Marie geweihte Kartäusrkloster wurde 1146 gegründet und ging 1536 in der Reformation unter.

Terroir et patrimoine
 
Langsam steige ich weiter den Berg hinauf. Es geht heute schon besser als auch schon! Vielleicht liegt es aber auch an den zwei Kilo Gepäck, die ich vorher in der Post nach Hause geschickt habe (Schlafsack, Trainer, Pullis). Auf der ganzen Stecke treffe ich auf kein Restaurant - also muss ich mich vor dem grossen Anstieg im Wald mit Riegeln aus dem eigenen Proviant verpflegen.
Nach der Mittagspause steige ich hoch und bekomme schon bald einmal die Viertausender erstmals zu Gesicht. Der Wanderweg führt nun in leichtem Auf und Ab durch Waldpartien und über ausgedehnte Bergweiden zum Crêt de la Neuve. Hier finden sich denn auch die für den Jura charakteristischen Trockenmauern, die zumeist aus den letzten zwei Jahrhunderten stammen und der Eingrenzung des Grundstückes dienen. Die Einzigartigkeit dieser Landschaft führte 1973 zur Gründung des Parc jurassien vaudois, der heute mehr als 100 Quadratkilometer umfasst und auch im Inventar der Landschaften von nationaler Bedeutung verzeichnet ist. 
Erst gegen Abend (16.00 h) erreiche ich den Col du Marchairuz, wo ich alleine ein 6er Dortoir beziehen kann und nach einem herrlichen Sonnenuntergang und einem guten Nachtessen in Ruhe zu Bett gehen kann.

      
 

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Kartenmaterial

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

Obwohl die ausgedehnte Anlage der Ruinen von Couvent nach der Reformation als Steinbruch genutzt wurde, sind die einzelnen Gebäudeteile wie Kapelle, Kreuzgang und Häuschen der Mönche im Grundriss noch gut erkennbar.
Der Crêt de la Neuve ist ein Bergrücken im Schweizer Jura. Der Gipfel, der eine Höhe von 1'495 m ü. M. erreicht, liegt oberhalb der Ortschaft Saint-George im Kanton Waadt, rund 15 km nördlich der Stadt Nyon. Das Gebiet des Crêt de la Neuve gehört zum Parc Jurassien Vaudois.

Der Crêt de la Neuve ist Teil der vordersten Jurakette, die sich in Richtung Südwest-Nordost von Saint-Cergue über den Passübergang des Col du Marchairuz bis zum Mont Tendre erstreckt. Begrenzt wird der Höhenrücken im Nordwesten von der Combe des Amburnex, einer Längsmulde im Hochjura. Nach Südosten fällt der Bergrücken allmählich gegen das Genferseebecken ab, wobei hier dem Jurafuss die Hochflächen (rund 800 m ü. M.) oberhalb der Waadtländer Côte vorgelagert sind. Nach Nordosten leitet ein langer Kamm, der stets mindestens 1400 m hoch ist zum Mont Tendre über. Gegen Südwesten senkt sich der Kamm langsam ab und endet am Tal des Ruisseau de la Combe, einem Quellbach der Serine im Einzugsgebiet der Promenthouse. Der Crêt de la Neuve ist fast bis zum Gipfel bewaldet.

In strukturgeologischer Hinsicht bildet der Crêt de la Neuve eine Antiklinale des Faltenjuras. Der Berggipfel besteht aus kompetentem Kalkstein der jüngeren Jurazeit (Malm), hauptsächlich aus Kalken des Portlandien, die vor rund 140 Millionen Jahren in einem tropischen Flachmeer abgelagert und ab dem späten Miozän mit der Entstehung des Juragebirges aufgefaltet wurden. Aufgrund des Kalksteins sind hier Karstphänomene wie Dolinen und Karrenfelder zu beobachten. Am Osthabhang des Crêt de la Neuve befindet sich die Glacière de Saint-George, eine der wenigen Eishöhlen im Jura.

Der Parc jurassien vaudois ist ein rund 75 km² grosser Regionalpark im Waadtländer Jura, Schweiz, nördlich von Nyon. Er erstreckt sich im Gebiet zwischen den Passstrassen des Col de la Givrine im Südwesten und des Col du Marchairuz im Nordosten, umfasst den breiten Höhenrücken der vordersten Jurakette und liegt im Mittel auf 1'300 m bis 1'400 m ü. M. Gegründet wurde der Park im Jahre 1973. Der Parc jurassien vaudois ist durch verschiedene Wanderwege und Lehrpfade erschlossen. Es gibt mehrere geologische Wege, einen botanischen Lehrpfad und einen Weg, auf dem die Glasmacherkunst erklärt wird.
Der Col du Marchairuz ist ein Gebirgspass im Schweizer Kanton Waadt, der auf einer Passlänge von 18 Kilometer die Ortschaften Le Brassus und Bière miteinander verbindet. Die Passhöhe befindet sich auf 1'447 m ü. M. mit einer Steigung von 14%.
 

 

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 update © ES   23. Juli 2010