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Mijoux - Col de la Faucille (FR)  - La Dôle - St-Cergue

2. Etappe, Mittwoch, 15. Juli 2009

Von St-Cergue über blumenreiche Weiden hinauf zum La Dôle und durch herrliche Wälder hinunter nach Borex

Fast schon alpin mutet die Vegetation rund um die mächtige Felskuppel des La Dôle an. Butterblumen und wilde Enzian soweit man sehen kann. Die Ausblicke vom Gipfel sind schlicht grandios. Der Lac Léman präsentiert sich in seiner gesamten Grösse. Im Westen ist die Stadt Genf zu erkennen und im Süden begrenzt der Mont Blanc den Horizont. Der Aufstieg ist lang und steil.

Die Wanderung ist keine halbe Stunde alt und schon ist man mitten drin in einer grandiosen Juralandschaft. Ringsherum herrscht nichts als Ruhe.

 

                    

Sehenswürdigkeiten

N Mijoux

N Mont Jura (FR)

N Region du leman

N Saint Cergue

N St Cergue Commune

 


Mijoux

2. Etappe;  Mittwoch, 15. Juli 2009
 
Nach der regenreichen Nacht hellt es schon beim Petit Déjeuner wieder auf, so dass ich die Regengleider heute gar nicht benötigen werde. Die Wirtin vom Hotel La Gabelou klärt mich ganz mitleidvoll auf, dass ich doch den Chemin Royal nehmen soll zum Col de La Faucille. Der Weg geht dann auch ganz königlich bergan.

Nach einer Stunde habe ich die ersten rund 400 Meter Höhendifferenz geschafft und den Col de la Faucille (1323 m.ü.M.) erreicht. Von hier möchte ich nach La Vattay, aber diesen Weg kann man mir selbst im Tourismusbüro nicht genau sagen.



 
Jedenfalls schicken die Franzosen mich mitten durch den schlecht beschilderten Wald, durch Schluchten und Geröllhalden. Es wird die Hölle, mutterseelen alleine kämpfe ich mich durch den Canyon zum Notre Dame des Neiges (1455 m), wo ich erst einmal meine pflotschnassen Kleider (nicht vom Regen - sondern vom Schwitzen) an der Sonne trockne und mich moralisch und körperlich wieder aufbaue.

Völlig entkräftet komme ich durch den sumpfigen Wald in La Vattay (1261 m) an, und hier hat das Restaurant nicht einmal offen (ich glaube, das hat nur im Winter geöffnet?). Also ziehe ich weiter über die Route forestière in Richtung Schweiz. Über La Cabosse (1385 m) und La Grande Grand (1416 m) überquere ich bei Petit Sonnailley (1390 m) die Grenze zur Schweiz. Ausser schweizerischen Wanderzeichen merkt man den Länderunterschied nicht. Unten im Tal in La Germine weht das Schweizer Kreuz.

Jetzt erst beginnt die absolute Herausforderung: Der La Dôle. Ich glaube, den La  Dôle (1677 m) bei La Vulliette umlaufen zu können, das wird sich enorm rächen! Denn am Ende des eben verlaufenden Weges befindet sich das letzte Gehöft, und von hier aus gehts wieder einmal so 400 m über Weiden, Geröll und das Ungewissen steil bergan auf den La Dôle. Mit letzten Kräften und mittlerweilen vielen Pausen erreiche ich just beim Einsetzen eines kurzen Regens den zweithöchsten Berg des Schweizer Juras gegen 15.00 Uhr. Hier erhole ich mich erstmal und warte den kurzen Regenschauer ab. Erstaunlich dass es hier plötzlich Leute hat, die ebenfalls rasten. Fast schon alpin mutet die Vegetation rund um die mächtige Felskuppel des La Dôle an.

Nach dem La Dôle geht es nur noch bergab - fast zwei Stunden. Dort erreiche ich das kleine aber schöne Feriendörfchen St-Cergue (1000 m). Hier beziehe ich im Hotel de la Post mein Zimmer und geniesse die wohltuende Dusche und pflegende Salbe für meine Füsse, die mich auch am heutigen harten Tag nicht im Stich gelassen haben.
Diese ersten zwei Etappen waren sicherlich zu viel, gestern lange Teerstrassen und heute fast unüberwindbare Höhen.

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Kartenmaterial

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 


vom La Dôle über den Genfersee,
La Barillette

La Dôle heisst ein Berggipfel im Waadtländer Jura in der Westschweiz, 10 km westnordwestlich von Nyon. Die Dôle erreicht eine Höhe von 1'677 m ü. M. und ist damit nach dem Mont Tendre der zweithöchste Berg des Schweizer Jura. Die östlich vorgelagerte Bergkuppe La Barillette ist 1'528 m hoch.

Der Bergkamm von La Dôle ist Teil der südöstlichsten, dem Schweizer Mittelland am nächsten liegenden Kette des Faltenjura. Er wird im Südwesten begrenzt durch den Col de la Faucille, im Nordwesten durch den hintersten Teil des Valserine-Tals, das bei Bellegarde-sur-Valserine in die Rhône mündet, im Norden durch den Col de la Givrine und im Südosten durch die Ebene des Mittellandes. Nahe dem Berggipfel der Dôle verläuft im Süden und Westen die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Frankreich. Der rund 1000 m hohe Südosthang der Dôle ist dicht bewaldet. Die Waldgrenze liegt auf etwa 1'500 m, darüber befinden sich Bergweiden. Im Bereich des Gipfelkamms findet man Dolinen und Karrenfelder, die typischen Landschaftsformen für Kalkgebirge.

Am Nordwesthang der Dôle wird im Winter Skisport betrieben, es gibt dort mehrere Skilifte. Auf dem Berg befindet sich eine Messstation der MeteoSchweiz, darunter auch eine Radarstation, welche die Niederschlagsintensität über dem gesamten westlichen Teil der Schweiz erfasst. Ebenfalls befindet sich auf der Dôle ein Radio- und Fernsehsender der Swisscom, der die Programme der SRG SSR Idée Suisse ins Genfersee-Becken abstrahlt.

Am Nordhang der Dôle entspringt die Valserine.

 
Saint-Cergue liegt auf 1041m im Taleinschnitt des Col de la Givrine östlich des markanten Juragipfels La Dôle. Die Lage hoch über dem Genfersee bietet einen grossartigen Weitblick auf die Alpenkette bis zum Mont-Blanc. Die ruhige Juralandschaft und die würzige Luft der weiten Wälder sind Hauptanziehungspunkte des Ferienorts.

Das Juradorf entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts zum Höhenkurort, der 1916 mit dem Bahnbau einen zusätzlichen Aufschwung erlebte. Die schmalspurige Eisenbahnlinie führt vom Genferseeufer in Nyon in zahlreichen Kehren und über 20 km landschaftlich attraktive Fahrt hinauf nach Saint-Cergue und weiter über den Col de la Givrine bis zum Schweizer Grenzort La Cure, dem Endpunkt der Bahn.

 

 

 

 


Col de la Faucille

   
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 update © ES   23. Juli 2010