Daten und urkundliche Erwähnungen mit den Links zum Stammbaum der Neuzeit

 Quellen: Appenzellisches Wappen- & Geschlechterbuch von Koller & Signer,  App. Urkundenbücher I u. II, 

 Nachforschungen des Landesarchives des Kt. Appenzell IR durch J. Gisler 1964

 sowie diverse private Nachforschungen durch Franz Heim bis 1991 sowie Alfred.W.Heim ab 2000

neu die Heim's vor 1300 n.Chr :  Ahnenforschung mittels   Y-DNA  Herkunftsanalyse

 

1397  der Pater Desiderius Wetter berichtet, dass eine gewisse Verena Doply vom äbtischen Verwalter

         auf der Burg Clanx zum Tode verurteilt wurde weil sie dem Peter Heim ein ganzes

         Senntum Vieh verderbt hat ( Quelle: Appenzeller Jahrbücher 1921  Seite 13 )

 

1400   gemäss dem Waffenrodel ( Register der verfügbaren Waffen )  besitzen die Welti's Heimen Erben im Schlatt

          102 Mark liegende und 4 Mark fahrende Habe dazu 2 Panzer , 3 Hellebarden und 4 Handschuhe.

 

1437   am 18.9.1437 stehen dem Junker Hans Thumb folgende Zinsen, welche von Uoly Haim in Maistersrüti zu zahlen sind, zu:

           " von Summersberg ( Gais ) sechsthalb viertal kernen und sechs viertal haber ".

 

1438   am 9.1.1438 ist Uoly Haim mit dem Junker betreffend dessen Ansprüche  in Streitigkeiten verwickelt.

 

1452   am 20.9.1452 kauft er sich los von der Zinspflicht gegenüber dem Junker

 

1460   Heini Haim der Sohn von Uoly Haim ist einer der Appenzeller Bürgen für die Schuld bei Jakob Peyerer.

 

1500   Joss Strub leistet am 9.3.1500 Uhrfede ( Verzicht auf Rache und Vergeltung ) nach seiner Verurteilung.

          Hans Haim ist sein " guter Gönner ". ( Er muss für den Verurteilten bürgen dh. zahlen wenn er seine Strafe nicht antritt ).

 

1507   bei seiner Freilassung aus der Gefangenschaft wo er wegen " merklicher ungehorsamy und widerspänigkeit" sass, 

          schwört Hänsli Haim von Meistersrüti am 24.3.1507 Urfehde.

 

1535   Rudi Haim ist einer der Boten von Gais welcher im Richterspruch vom 20.1.1535 betr. dem Anteil an den Innerrhoder

          Gemeinalpen erwähnt wird.

 

1552   ist Toni Heim einer der Boten betr. den Streitigkeiten um die gemeinsamen Waldrechte.

 

1553  die Mannschaftsrödel ( Mannschaftslisten ) führen seit 1531 diverse Haim's, Häm's oder Heimen auf, u.a. die von Schlatt

         zb. von der Halten mit dem Übernamen " Zillenboggel oder Haltenbuebs ( Link zu Heim's von 1550 bis heute, Stammbaum ), 

         weiter Hans Haima an der Trömlete, ebenso den bekannten Hauptmann Jakob ( Jag ) von Haim 1567 in Lehn, 

         1554 Hans Häm den sog. Hauptmann "uff ober Gais". Gemäss den Pfarrbüchern von Gais ist Hans Häm der älteste 

         des Geschlechts , dessen  ältester Sohn Ulrich wird 23.9.1595 geboren.

 

1555  in einer Urkunde vom 30.1.1555 über einen Criminalprozess sind die Landleute Ulrich, Bernhard und Jakob Haim sowie

         Paly Insyhut ( Paul Eisenhut ) des Totschlages an Peter Kellenberger ( Sohn des Wolfen Kellenberger ) beschuldigt.

         Am Gerichtstage erscheint nur gerade Jakob Haim " der vermaint an dem bemelten todschlag ganz nit scholdig zu sin"

         Das Urteil lautete damals so, dass Ulrich und Bernhard Haim sowie Paly Insyhut für " todschläger erkennt söllend syn "                  

         und damit  in Bann geschlagen werden sollen aber Jakob Haim " habend wir des todschlages halb ledig erkennt"

                                                                                                                                                                                              

1558  bei einem Treffen der Landleute von Gais und Rietli am 8.8.1558 geht es um eine gütliche Regelung betreffend der Nutzung

         des Hackbühlerwaldes. Dabei ist Enz Haima einer der Vertreter von Gais.

 

1562  am 28.1.1562 erscheint Hans Haim zur Linden als Abgeordneter vor dem zweifachen Rat von Appenzell wegen dem Streit

         zwischen Rüti & Lehn einerseits und Schwendi, Schlatt, Gonten & Rinkenbach andererseits betr. dem Gemeinwerk Mendli.

 

1563  Rudi und Hans Haim sind Abgeordnete der Gemeinde Gais anlässlich eines Verständigungsgespräches am 25.5.1563

         zwischen den Einwohnern von Rothenwies ( früher zu Trogen gehörend ) und Gais betr. den Loskauf von Holzungsrechten.

 

1563  Hans Häm hat gemäss einem Vertrag vom 14.7.1563 zusammen mit zwei anderen Anstössern an die Kosten der Verlegung

         der Strasse von Gais nach Altstätten einen Anteil von 13 Gulden und 5 Batzen zu zahlen. Das war damals viel Geld.

 

1563 der Sohn von Hans von Haimen ( Häm ), Jakob von Haimen genannt Jag führt in französischen Diensten eine Appenzeller

         Kompagnie ( im Regiment des sog. Schwyzer Königs, Pfyffer von Altishofen ) . In einem Brief des Rates von 

         Appenzell an den Hauptmann bedankt sich der Rat für die Übersendung der Totenliste der Schlacht von Dreux 

         ( 19.12.1562 ) beklagt sich aber auch über den Mangel an deutlicheren Berichten. Bericht vom 11. Mai an den Rat

         zweiter Bericht

 

1570  in einem Streit zwischen den Hofleuten von Rietli und Gais vom 20.7.1570  ist Rudi Haim vom Rat beauftragt, zusammen

          mit anderen für Gais Klage zu führen.

 

1571  der Sohn von Jakob ( Jag ) von Haimen, Johannes  von Haimen ( gest. 1620 ) Ratsmitglied, ist im Lehner Rodel als 

          Hauptmann bzw. als Fändrich erwähnt.

 

1575  Jakob von Haim wird am 27.7.1575 geboren, gest. 29.2.1632 , er tritt jung in den Konstanzer Kapuzinerorden ein und 

         wird Pater Isidorus  ( Vikar in Appenzell 1625-1628 )

 

1581  bis 1584 ist Johannes von Haimen ( Sohn des Jag ) der Landesseckelmeister ( Finanzminister ) des Landes Appenzell.

 

1588  ist er Landesstatthalter, danach immer wieder stillstehender ( in der Reserve ) , regierender Landammann sowie " Heimlicher "

         eine spezielle Art Richter. Er war an über 100 Tagsatzungen als Vertreter Appenzells anwesend. Er hatte viele 

         andere Funktionen inne. 1600 wurde er vom Papst zum Ritter geschlagen und spielte als heftiger Gegner der Reformierten 

         bei der Landteilung  in die inneren und äusseren Rhoden eine bedeutende Rolle . Er stirbt 1620.

 

          Sein Sohn Sebastian von Heim geb. 2.8.1585, gest. Juli 1625 ( wenige Jahre nach seinem Vater ) war 1616-1618

          Armleuteseckelmeister ( Fürsorge-und Sozialminister ), 1618-1620 Landschreiber, 1620-1625 Kirchenpfleger, er trat kurz

          vor seinem Tode in römische Dienste ein.

 

          Seine Söhne:

 

1609   Sebastian von Heim geb. 17.7.1609 , gest. 23.1.1688 war Kirchenpfleger.

 

          Franciscus von Heim zog 1655 als Hauptmann eines Fahnen Volkes in französische Dienste ( er war Reisläufer )

 

1638   Mitteilung: dem Franz Anton Heim von Schwendi erliegen 15 Stück Vieh an der Seuche.

 

1645   die Heim von Gais sind in der Stadt St. Gallen eingebürgert. ( Etat der Bürgerschaft 1854 Seite 113, sowie Appenzeller

          Jahrbücher 1860 Seite 69ff

 

1669   dem Baptist von Heim erliegen im Sämtis 16 Stück Vieh an der Seuche ( Appenzeller Urkundenbuch und Geschichte des

           Appenzellischen Volkes Band I )

 

1725   Johann Martin Heim ( Schlatter Rhoden ) ist bis 1731 Landweibel. Er stirbt 27.5.1731

 

1799   Franz Josef Heim ( Schlatter Rhoden ) ist Gerichtsbote und Weibel , 1799-1802 Landweibel.

 

           sein Sohn:

 

           Franz Josef Heim geb. 2.11.1793 gest. 3.10.1859 trat in die Dienste des Kapuzinerordens wo er sich ausbilden liess.

 

1815    war er als Feldweibel mit dem Landeskontingent in Basel.

 

1822    war er Landschreiber bis 1828 , danach Schulkassier, stillstehender Landeshauptmann, regierender Landeshauptmann

           Siechen-und Armenpfleger, Landesstatthalter, 1857-1859 Pannerherr, als Statthalter 1848 der letzte 

           Tagsatzungsgesandte,  1853-1856 Ständerat in Bern, ( er war dabei bei der Umwandlung der einzelnen Währungen in den

           damals neuen Schweizerfranken ) Quelle: Osenbrüggen, Kulturhistorische Bilder aus der Schweiz, Seite 40.

 

1894    ( nicht 1893 wie geleg. erwähnt ) Josef Anton Heim geb. 22.4.1894 ( Quelle:  Landesarchiv Appenzhell  J. Gisler 1964 )

            wird am 20.3.1920 zum Priester geweiht, später Kaplan in Montlingen im Rheintal, er ist u.a. Pate des Franz Anton Heim 

            geb. 1914 in Gossau  wohnend später in Baden AG , Josef Anton Heim  stirbt am 8.11.1960, er ist einer der Links  zum 

            Stammbaum der neueren Zeit. Heim's ab 1550-bis heute

 

 

 

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