DNA Strang

 

Die bekannten  Quellen  liefern uns Daten für die Ahnenforschung bis ca. 1300 n.Ch

davor  ist die Lage äusserst schwierig.  Wir bewegen uns weitgehend in dichtem Nebel.

Falls überhaupt etwas vorhanden ist, handelt es sich um Aufzeichnungen der Klöster,

z.B. des Klosters  St. Gallen oder  Pergamente  welche  die damaligen  Landbesitzer

Kaiser, Könige, etc. anfertigen liessen.  Unsere Vorfahren konnten  kaum schreiben oder lesen.

( Was leider bei manchen Zeitgenossen auch heute wieder zutrifft )

Erst seit kurzem hat sich ein Weg aufgetan,  welcher es möglich macht, den Nebel etwas zu

lichten. Die moderne Genforschung hält mit der DNA - Analyse den Schlüssel bereit

unsere Wurzeln in der  Zeit von 20.000 vor Chr. bis 1300 n.Chr.  zu suchen.

 

Das Verfahren ist kompliziert und auch nicht ganz billig.  Eine Anmeldung beim Ableger eines

amerikanischen  Genforschungslabors und ein doppelter Abstrich meiner Wangenschleimhaut

genügte jedoch um das Prozedere in Gang zu setzen.  Bei der  Herkunftsanalyse mittels

eines Gentests wird entweder  die Y-DNA  ( Y-Chromosom ) und damit die väterliche Linie

des Probanden untersucht oder mit der mtDNA  die mütterliche Linie. Die Erforschung der Y-DNA

ist günstiger aber auf männliche Vorfahren beschränkt.

Bei dieser Methode wird aus den eingesandten Wangenschleimhautzellen  die Y-DNA extrahiert.

DNS  = Desoxyribonukleinsäure, engl. DNA genannt ist ein Biomolekül welches u.a.

im menschlichen Körper vorkommt. Der DNA  Strang enthält viele Basenpaare welche in

unterschiedlicher Struktur, jedes Individuum ist einmalig, angeordnet sind. Dabei werden durch einen

sog.  SNP Test (  Single  Nucleotide  Polymorphism ) die Variationen des Y-Chromosoms bestimmt.

( Dies ist auch bei der mtDNA möglich, auch hier sind SNP  Tests vorhanden ).

Diese Variationen geben Hinweise auf früher stattgefundene  Mutationen in den Y-Chromosomen.

Im Verlaufe der Evolution des Menschen entstehen immer wieder Veränderungen der Erbsubstanz.

Jede Veränderung der Y- DNA wird väterlicherseits an die Söhne vererbt welche sie wiederum

an ihre Nachkommen weitergeben.  Jede Mutation dient damit als Marker dessen Auftreten

bei einem Individuum als Beweis der genetischen Verwandtschaft dienen kann.  Die genetische

Verwandtschaft zweier Personen ist enger je mehr Marker übereinstimmen.  Personen welche in

bestimmten Markern übereinstimmen fasst man zu sog. Haplogruppen  zusammen. Die "Heim"

aus Haslen  sind der Haplogruppe  R1b1a2 ( Y - DNA ) zuzuordnen. Sie wird durch den

Marker M343 definiert und ist ca. 15.000 bis 20.000 Jahre alt. Mit folgendem Link kann der sog.

Haplotree der "Heim" durchsucht werden. 

 

       

  haplotree ( Haplobaum                 Verteilung der Haplogruppe R1b     Migration der Heim  Urahnen

 

Er zeigt alle für die "Heim" zutreffenden Marker, Leider wurden bisher nicht alle Marker getestet,

dies wäre mit erheblichem finanziellem Aufwand aber machbar. Ebenso die Erforschung der

mitochondrialen DNA ( mtDNA )  d.h. der mütterlichen Linie. > Suche nach der Ur - Eva.

Die Zuordnung  gestattet  aber trotzdem die ungefähre  Angabe, wie die Vorfahren der "Heim"

vom Ausgangspunkt Afrika nach Europa gekommen  sind, und zu sehen wo sie heute noch leben .

Dazu  waren aber weitere Analysen von DNA Material welches zeitlich  zugeordnet werden konnte,

notwendig.  

 

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