Der Nachweis des Geschlechtes der „ Heim „ im Gebiet des Kantons  Appenzell Ausserrhoden ist ziemlich

lückenhaft.  Die“ Heim“ welche  während der Landteilung  dorthin auswanderten,  sind  häufig später in 

den Kanton Thurgau, St. Gallen ,  Zürich oder in andere Kantone weiter migriert.

So z.B. Luzi Heim, ein grosser Förderer der Reformation. Er war u.a. Stadtvogt und Churer Bürgermeister.

Er starb  1555.

 

Bekannt waren:

 

Samuel  Heim    geb.  8.4.1764   gest.  25.2.1860    prot,  von Gais    Sohn des Hans-Ulrich Heim

Der Sohn des Wirtes des „ Ochsen „ in Gais war Schüler der Stadtschule in Chur, lebte 1780 bei  Verwandten

in Genf, machte eine Lehre als Buchhändler in Winterthur, war danach in mehreren Buchhandlungen in Winterthur,

Zürich und Basel tätig. Er übernahm 1791 den „ Ochsen „ in Gais welcher später in „ Falken „ umbenannt wurde.

Er baute 1796 das Kurhaus  welches für seine Molkenkuren weltberühmt wurde. Heirat am 16.3.1792 mit

Anna Katharina Tobler. Er übernahm verschiedene öffentliche Ämter z.B. Unterstatthalter, 

Präsident des Distriktgerichtes etc.

 

Sein Sohn

 

Johann Heinrich  Heim    geb.  16.11.1802  gest.  22.12.1876  prot. von Gais

Er studierte Medizin in Zürich, Tübingen, Würzburg und Paris.  Führte  ab 1825 eine Praxis in Gais.

Er  übernahm viele öffentliche Ämter so  war er  Landeshauptmann, Landesstatthalter, Nationalrat, etc.

Er verfasste aber auch mehrere Schriften so z.B.  über den Gebrauch der Molken.

Er war verheiratet mit Anna Ursula Schläpfer , 1827. Ein weiterer  Sohn war Oscar H.  siehe weiter unten.

 

Sein Sohn

 

Heinrich Jakob Heim   geb.  5.11.1828  gest.  12.1.1892 in Wängi TG. prot.

Schule in Gais, Pädagogium in Basel, 1847-1850 Theologiestudium in Zürich, 1851-1853  Pfarrer in Urnäsch,

danach Pfarrer in Gais . Später Pfarrer der ersten prot. Gemeinde in der Diaspora in Appenzell. Danach

verschiedene Ämter in  der Kirche und Schulgemeinde. Mitbegründer der SAC Sektion Säntis.

Er war verheiratet mit  Elise Alder  1853.

 

Sein Sohn:

 

Hermann Heim  geb.  24.1.1855  gest. 9.2.1920 in Wängi TG

War  ab 1879  Seelsorger der Gemeinde Wängi.

 

 

Oscar Heim   geb.  24.3.1848  gest. 17.8.1916 in Lausanne, prot.

Er war der Sohn  des Johann Heinrich Heim ( 1802-1876 )

Er besuchte die Schulen von Gais und Winterthur, studierte Medizin in Zürich und doktorierte

ebenfalls in Zürich. Als Arzt praktizierte er in Spanien  und Haiti.

 

Sein Sohn

 

Fritz Heim  geb. 20.2.1886  in Haiti  gest. ?

Er besuchte die Gymnasien von  Lausanne und Zürich. Promovierte 1911 in Lausanne.

Dissertation  1914    Betrachtungen zur Diptherie“ franz.

Er war  1914-1918  Leiter der Klinik für innere Medizin Lausanne.

Er  veröffentlichte einige Arbeiten und medizinische Studien.

 

 

Aus einer Linie  von Hans Haim von Gais 1604-1678 stammen folgende , sehr berühmte Nachfahren:

  

Jakob Albert Heim von St. Gallen, Ehrenbürger von Zürich  geb.  12.4.1849  gest.  31.8.1937, prot.

Studium in Zürich,  Berlin.  Professor der Geologie an der ETH  Zürich  ab 1873.

Spezialisierte sich auf die Geologie der Schweizer Alpen.

Vorsteher der Naturwissenschaftlichen Abteilung des Polytechnikums ZH.

1898     erste Ballonfahrt über die Alpen zusammen mit Eduard Speltrini.

1899     Dr. h.c. der Universität Oxford und Bern sowie der ETH  Zürich.

 Er war verheiratet mit Marie-Vögtlin  1875    > die bekannte Dr. med. Marie-Vögtlin-Heim, 

Albert Heim  Hütte

http://www.albert-heim-stiftung.ch/

 

 

Sein  Sohn

 

Arnold   Heim  von St. Gallen und Zürich,  geb.  20.3.1882  gest.  27.5.1965 , prot. Agnostiker

Studierte in Zürich Geologie und Philosophie. Er war Privatdozent an der Universität und  ETH Zürich

von  1924-28.  1929-1931  Professor an der Universität von Kanton,   China.

Verfasste viele wissenschaftliche Publikationen z.B. die Monographie der Churfirsten-Mattstockgruppe

oder  über „  Erkenntnisse der Zusammenhänge zwischen Sedimentation und Tektonik „.

Er war Erdölexperte und verfasste nach weiten Reisen unzählige Reisebücher.

Seine Arbeitsgebiete waren Mexiko, Peru, Westafrika, Iran, der Himalaya und China.

Sehr speziell auch sein Buch:  Weltbild eines Naturforschers  1942-1948.

 

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