Auszug  Haus  Kataster  No.  291/113

 

Heim-Signer Josef Anton „ Untere oder vordere Gürten „  (  Görten )

 

Bezirk:  Schlatt-Haslen

Ehemalige Rhode:  Rinkenbach

Kirchgemeinde:  Appenzell

Schulgemeinde: Enggenhütten

 

Grundbuch: Blatt 11, Nr. 594, dazu zwei Ställe  11616 und 11617;

vergleiche Kataster Nr. 289/111 es ist  identisch !

Hierzu gehört das „ Vorder-Görten-Weidli „

 

Charakter des  Objektes:  Landwirtschaft

 

·      Erstmalige Erwähnung:

 

Mai 1537  Hanss Hess der Junge, Landmann zu Appenzell verkauft dem Konrad in der Schwendi

                  ebenfalls Landmann, einen Zins von 2 ½ Pfund aus seinem Acker in Gürtten, der stosst an an Hansen

                  Schürpfen genannt „ Flöters „ Weid und an Haini Grunder und an  Kunz Knillen Knaben und an Uli Blatter

                  und an des Hans Schürpfen gen. „ Flöters „ Acker.

 

·      Handwechsel und Besitzer

 

St. Jörgentag 1560   Uly  Schürpf gibt dem Konrad  Hürler zu kaufen 6 Pfund Zins ab seinem Gut

                 „ die untere Görten „ genannt. Stosst an die obere Görten und an Hans Hessen und an Stoffel Kessler.

                 ( Dieser Brief ist im Appenzeller Urkunden-Buch II nicht enthalten ).

 

4.  Juli  1591  Uli Schürpf verkauft dem Michel Broger einen Zins von 2 ½ Pfund aus seinem Gut, Haus

                 und Hof in Gürten, stosset  an Bartli  Kessler und an Marti Köng und an Kunrat Ruschen und an Hans

                 Ponten und wieder an Bartli Kessler. ( Landesarchiv  Appenzell A XI Nr. 98 )

 

1618         Jöri Mor uff Görten oder Jörli Mor uff Görten ist im Waffenrodel eingetragen.

                ( Art der Waffen unbekannt )

 

27. September 1745  Jakob Klarer  erstellt einen Zedel ( Grundpfandbrief ) Es sind ein vorderes und ein

                 hinteres Gadenstatt zu verstehen als Hinterlage.

 

12. September 1749 und  12. September 1752. Joseph Klarer erstellt je einen Zedel ( Pfandbrief ).

 

                 Laut Taufbuch Gonten ist schon 1784 und noch 1815 Johann Moritz Wild „ Wildenhansli „ auf der unteren

                 Görten wohnhaft; er steht  1794 vor dem Wochenrat. ( Grund unbekannt )

 

18. Oktober 1843  Starch ( Stark ) Johann Josef’s selig Erben verkaufen die „ Untere Görten „ an

                Johann Josef Rechsteiner, „ Roderer „ um den Preis von 2700 fl. und 5 Taler. Noch am gleichen Tag

                verkauft Rechsteiner die „ untere Görten „ an Landweibel Koller für 2700 fl. und 6 Taler.; wiederum am

                gleichen Tag verkauft sie dieser an Johann Josef Anton Heim, „ Haltenbueb „ für 2700 fl. und 6 Taler.

 

1880 vor dem 10. März ( vermutlich am Morgen ) brannten in der „ Vorderen Görten“ Haus und Stadel ab.

                ( Standeskommission  1880 ( 938 und 965 )

 

9.  November   1884  Johann Baptist Heim’s  „ Haltenbisch „  Sohn  kauft die Liegenschaft  um den Preis

                von Franken  13'300.- Nach vielen Jahren intensiver Arbeit , während welcher Zeit er sich intensiv mit

                Schweinezucht abgegeben hat, verkauft er die „ Görten „ am:

 

12. November  1932  seinem Sohn  Josef Anton Heim-Signer  um den Preis  von Franken  28'000.-

              und 100.- Der „ Haltenbisch „ verzog sich  an den Landsgemeindeplatz in Appenzell wo er ein stilles

              Plätzchen gefunden hatte und von wo er 1936 , beim Jahresanfang, zu einem noch stilleren Plätzchen

              herausgetragen wurde. ( Appenzeller Volksfreund 1936 , zu Anfang Januar.

 

               Im Verlaufe des Jahres 1932 wurde die „ Untere und die mittlere Görten „ zusammengelegt.

 

               Seit dem Tod von  Josef Anton Heim-Signer bewirtschaftet dessen Sohn

               Josef-Heim „ Sepp „ im Jahr 2000 ist er 69 Jahre alt,  die „ Untere Görten“.  Er ist ledig. Seine Schwester

               Marie Koster-Heim  von Gonten hilft im seit dem Tod ihres Mannes bei der Arbeit.

 

               Der Auszug wurde erstellt aus den Appenzellischen Geschichtsblättern , Chronik des Appenzell I.R,

               Liegenschaften von Jakob Signer, Ausgabe Februar 1958 .

 

 

 

 

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