25 Höhepunkte VD Les Diablerets 3209,7 m
Tourenbericht: Biwakbergtour 09.09-10.09.2006

Tourenbericht Naturfreunde Rüti-Tann-Bubikon

25 Höhepunkte VD
Biwakbergtour Les Diablerets 3209,7 m

9.9. - 10.9.2006

Programm          

Samstag, 9. September 2006
Ruth holt uns in Jona und Tann ab und fährt über Zürich - Bern - Vevey - Aigle auf den Col du Pillon 1546 m, mit Kaffeehalt in der Raststätte La Gruyère. Die Seilbahnen Diablerets 3000 bringen uns auf 2940 m hinauf zum Sex Rouge, wo wir im nicht sehr einladenden Selbstbedienungsrestaurant Botta zu Mittag essen, nicht speziell gut, dafür aber viel.
Um 13:30 Uhr schultern wir unsere zwischen 15 und 25 kg schweren Rucksäcke, steigen hinunter zum Col de Tsanfleuron 2850 m und südwärts hinauf bis 2940 m, wo wir einen idealen Biwakplatz finden. Als erstes stecken wir die mitgebrachten Weinflaschen zum Kühlen in den Schnee. Nach kurzer Zeit stehen die beiden Zelte, und auch die Küche ist, wie immer von Werni, fertig gebaut. Werni spielt bereits auf seiner Mundharmonika und jetzt wäre es bald Apérozeit. Aber nach Anhörung des Wetterberichtes entscheiden wir uns, noch heute zum Gipfel aufzusteigen.
Um 16 Uhr steigen wir mit leichten Rucksäcken zum Le Dôme 3005 hinauf, es folgt eine kurze Kletterstelle und über eine Eisflanke erreichen wir den Glacier des Diablerets. Um 17:15 Uhr gratulieren wir uns auf dem höchsten Gipfel des Kantons Waadt: Sommet des Diablerets, 3209.7 m. Gut gelaunt geniessen wir die besondere Abendstimmung; man steht ja gewöhnlich nicht zu dieser Tageszeit auf einem Berggipfel. Das Licht ist fantastisch und ändert ständig mit den vorbeiziehenden Wolken. Die Fernsicht ist leider nicht optimal, trotzdem glauben wir einmal das Matterhorn und dann den Mont Blanc zu erkennen.
Keine ganze Stunde brauchen wir für den Abstieg. Werni schlägt uns komfortable Stufen in die kurze Eisflanke – wir sind froh darum, sehen wir doch erst jetzt, welch grosse Spalten direkt unterhalb offen sind.
Zurück beim Zeltlager geniessen wir den Apéro und schon bald auch eine heisse Suppe. Vom Sonnenuntergang sehen wir leider wenig, dafür erleben wir dann aber einen prächtigen Mondaufgang, den Ella professionell auf ihre Digicam bannt.

Sonntag, 10. September 2006
Tagwache halten wir bei Sonnenaufgang und frühstücken draussen an der Morgensonne. Schon bald kommen die ersten Bergsteiger herauf, wobei wir staunen über die unserer Ansicht nach eher fahrlässige Ausrüstung einiger.
Wir lassen die Zelte noch etwas an der Sonne trocknen, packen dann alles wieder in die grossen Rucksäcke und steigen ab zum Col de Tsanfleuron. Von hier machen wir, ohne Gepäck, einen kleinen Abstecher über den Gletscher  zum Tour St.Martin. Von da geniesst man einen eindrücklichen Tiefblick hinunter zur Alp Derborence und hinaus ins Rhonetal.
Um 12 Uhr sind wir zurück in der Bergstation Sex Rouge, nehmen gleich die Seilbahnen hinunter zum Col du Pillon und fahren das kurze Stück hinunter nach Gsteig, wo wir uns im Bären ein feines Mittagessen servieren lassen. Kaffee- und Kuchenhalt gibt’s später in Därligen am Thunersee. Die Fahrt über den Brünig wird etwas mühsam, da sehr starker Verkehr aufgekommen ist. Kurz nach 20 Uhr sind wir dann wieder im Zürcher Oberland.

Kosten
Autoanteil: Fr. 50.-; Seilbahnen: Fr. 54.-

Witterung
Leicht bewölkt, schwacher Wind

Statistik          
Autofahrt: 530 km; Seilbahnen: 1394 Hm;
Aufstiege: 450 Hm; 2 Std.; Abstiege: 450 Hm; 1.5 Std.

TeilnehmerInnen            5
Ella Gnehm
Hansruedi Keller        Tourenleiter
Ruth Fink-Theiler
Urs Grossenbacher
Werner Wolfensberger

Tourenbericht:   Hansruedi Keller