| 25 Höhepunkte SG Ringelspitz 3247,5 m | ||||
| Tourenbericht: Hochtour 04.-05.09.2004 | ||||
Tourenbericht Naturfreunde Rüti-Tann-Bubikon
25
Höhepunkte SG
Bergtour Ringelspitz 3247,5 m
4.9. - 5.9.2004
Erfolgreiche Tour bei idealen Verhältnissen
Programm
Samstag, 4. September 2004
Mit
den PWs fahren wir zum Parkplatz Langwies hinter Vättis und treffen uns nach einer
Stunde Aufstieg zum Mittagessen im Restaurant Kunkelspass. (Wieso man solange
auf eine Gerstensuppe warten muss, und wieso man auf einem Holzfeuer keine Suppe
mit
Wienerli zubereiten kann, bleibt uns wohl für immer ein Rätsel). Nach weiteren
1 ¾ Stunden Aufstieg sind wir bei
der Ringelspitzhütte SAC auf 1995m. Bei herrlichem Wetter geniessen wir die
tolle Aussicht und den Apéro draussen. Wie gewohnt werden wir
von Helene und Mario Kofler bestens bewirtet.
Sonntag,
5. September 2004
Frühstück
um 5 Uhr, Abmarsch um 05:40 Uhr. Nach zwei Stunden machen wir Znünihalt über
den Sandböden. Bald nachher betreten wir den Taminsergletscher, montieren für
eine kurze Passage die Steigeisen und deponieren um 9 Uhr Pickel, Steigeisen und
anderes Material am Fuss des Mittelgrates. Als Franz die steilen Aufschwünge
sieht, entscheidet er sich umzukehren und Erika schliesst sich ihm an. Wir bilden
eine Zweier- und eine Dreierseilschaft. Die Kletterei ist abwechslungsreich: Auf
leichte
3-er Strecken, die wir gesichert klettern, folgen immer wieder Schuttwege, auf denen
ein Sichern nicht nötig oder nicht möglich ist. Drei Stellen sind für unser Können
eher schwierig. Die ganze Route ist ziemlich ausgesetzt und immer kann man die herrliche
Aussicht ins Bündnerland geniessen. Piz Palü, Piz Bernina, Piz Kesch und...
sind klar zu sehen.
Vor dem eigentlichen Gipfel quert man den oberen Rand des Ringelgletschers und
steigt auf einem Schuttweg bis einige Meter unter den Gipfel. Das letzte Stück
weist eine 4-er Stelle auf: Wir sind nicht unglücklich, dass der Leiter einer
Gruppe vor uns sich anbietet,
uns von oben zu sichern. Um 12 Uhr gratulieren wir uns zum Gipfelerfolg (schon
sechsmal
stand der Ringelspitz seit 1999 erfolglos auf unserem Tourenprogramm). Leider ist
gerade jetzt etwas Nebel aufgekommen, der die Sicht nach Süden und Westen verdeckt.
Aber vom Glärnisch über den Mürtschenstock und dem Säntis bis zur Medelser
Gruppe ist die Sicht frei.
Nach
den Gipfelfotos und einer kleinen Stärkung machen wir uns an den Abstieg,
welcher gleich mit einer Abseilübung beginnt. Die Route folgt genau der
Aufstiegsroute: Die Schuttwege sind im Abstieg heikler zu begehen. An allen
Kletterstellen sind bestens eingerichtete Standplätz auch zum Abseilen
geeignet. Mit unseren drei Seilen kommen wir
zügig voran, aber auch das Abseilen braucht viel Zeit. Erst nach 15 Uhr sind
wir bei unserem
Materialdepot, versorgen das Kletterzeug und steigen rasant ab zur Hütte, wo
wir um 16:45 Uhr eintreffen.
Hier löschen wir den Durst und verabschieden uns von Helene und Mario. Nächster
Treffpunkt ist das Restaurant Eggwald unten im Tal, wo wir gegen 19 Uhr
eintreffen. Hier löschen wir ein weiteres Mal unseren Durst und geniessen ein
wohlverdientes Nachtessen. Nach dem Kaffee marschieren wir die 1.6 km zum
Parkplatz talauswärts und machen uns um 20:30 Uhr auf die Heimfahrt.
Kosten
HP in Ringelspitzhütte: Fr. 55.- (50.-)
Autoanteil:
Fr. 20.-
Witterung
Am Samstag leicht bewölkt
Am
Sonntag prächtiges Spätsommerwetter, nur um die Mittagszeit leichter Nebel
Besonderes
Godi danke ich herzlich für die Führung der
Dreierseilschaft im Aufstieg und für seine Über-
und Aufsicht als Schlussmann beim Abseilen.
Ich bin froh, dass auch diese Tour unfallfrei verlaufen ist. Zum Klettern und
Abseilen haben wir ja nicht so oft Gelegenheit.
Und was hätte passieren können, wenn der tonnenschwere Steinblock, der den
ganzen Taminsergletscher hinunter rollte, etwas früher gekommen wäre, als
Erika und Franz hinunterstiegen,
oder etwas später, als wir am Abstieg waren!
Bemerkungen:
Das Klettern am Doppelseil ist in diesem Gelände umständlich. Nach dem Gehen
am kurzen Seil ist das Entwirren der Seile oft ziemlich zeitraubend und nervend.
Statistik
Aufstiege: 2200 Hm; 9 Std.
Abstiege:
2200 Hm; 5.5 Std.
TeilnehmerInnen
7
Ella
Gnehm
Erika
Senn-Deiss
Franz
Greber
Godi
Hauser
Hansruedi
Keller
Tourenleiter
Helmut
Reusch
Werner
Wolfensberger
Tourenbericht: Hansruedi Keller