25 Höhepunkte BE Finsteraarhorn 4273,9 m
Tourenbericht: Hochtouren 11.07. - 14.07.2009

Tourenbericht Naturfreunde Rüti-Tann-Bubikon

25 Höhepunkte BE
Hochtour Finsteraarhorn 4273,9 m
Samstag, 11. – Dienstag, 14. Juli 2009

24 von 25 Höhepunkten erreicht

Samstag, 11. Juli 2009
Infolge Grossandrangs auf das Jungfraujoch und den damit zu erwartenden Transportproblemen reisen wir bereits am Samstag auf die Kleine Scheidegg und übernachten da im Touristenlager des Hotels Bahnhof.

Sonntag, 12. Juli 2009
Da wir bereits mit der ersten Bahn auf das Jungfraujoch fahren können, haben wir Zeit, uns etwas umzusehen. Wir besuchen zuerst den Eispalast, nehmen dann einen Kaffee und sehen uns noch die Aussicht von der Sphinx‑Terrasse an.
Um 10.15 Uhr beginnen wir den Abstieg vom Jungfraujoch 3464m über den Jungfraufirn zum Konkordiaplatz. Die dunklen Wolken versprechen nichts Gutes, aber wir haben Glück, nur zweimal beginnt es leicht zu regnen. Am Konkordiaplatz 2700m halten wir eine kurze Rast, steigen dann auf dem Grüneggfirn zur Grünhornlücke 3280m hinauf und auf dem Fieschergletscher bis zur Finsteraarhornhütte 3048m hinunter.

Montag, 12. Juli 2009
Frühstück um 4 Uhr. Im Licht der Stirnlampen steigen wir auf dem blau-weiss markierten Pfad bis auf 3300m. Werni fühlt sich leider zu wenig fit für den Weiteraufstieg und kehrt hier um. Über den Gletscher erreichen wir um 7.15 Uhr den so genannten Frühstücksplatz auf 3616m. Hier entscheidet sich Ruth auf uns zu warten.
Um 9 Uhr erreichen wir den Hugisattel 4088m und um 10.20 Uhr stehen wir auf dem Finsteraarhorn 4274m. Leider ist die Sicht schlecht, so dass wir uns nach ein paar Minuten gleich an den Abstieg machen. Kurz nach 12 Uhr sind wir zurück am Frühstücksplatz. Um 12.45 Uhr seilen wir uns los. Der Abstieg zur Hütte ist individuell, die einen wollen möglichst rasch hinunter, die andern bestaunen und fotografieren die Blumenvielfalt. In Rufnähe der Finsteraarhornhütte nimmt Werni unsere Wünsche entgegen - die kühlen Getränke stehen bei unserer Ankunft schon bereit.

Dienstag, 14. Juli 2009
Frühstück ist heute erst um 6 Uhr. Wir verabschieden uns von der Hüttenwartin und steigen zum Fieschergletscher hinunter. Am linken Gletscherrand gehen wir bis 2870m hinunter, hier beginnt der Aufstieg zur Gemschlicke 3335m. Die letzen 150 Höhenmeter verlaufen in einem sehr steilen Couloir. Um 9.30 Uhr erreichen wir die Gemschlicke, leider wieder im Nebel. Wir verzichten auf die Besteigung des Finsteraarrothorns und machen uns an die Querung des Studergletschers zum Oberaarjoch 3311m. Von der Gletscherpracht ist wegen dem Nebel nichts zu sehen. Dank den Spuren einer vor uns gehenden Seilschaft und unseren GPS-Geräten erreichen wir das Oberaarjoch problemlos um 11 Uhr. Hier entscheiden wir uns, nicht mehr in der Oberaarjochhütte zu übernachten, sondern, da der Wetterbericht für den Mittwoch schlecht ist, gleich zum Berghaus Oberaar abzusteigen und noch heute nach Hause zu fahren. Erstaunlicherweise ist auf dem Joch Natelempfang, so kann ich uns beim Hüttenwart abmelden.
Es folgt ein letzter langer Abstieg auf weichem Firnschnee, dann geht es im untersten Teil auf dem aperen Oberaargletscher zum Stausee hinunter. Dem Oberaarsee entlang führt ein Wanderweg durch eine wunderbare Blumenvielfalt. Man muss einmal eigens nur wegen dieser Pracht da hinaufkommen! Um 14.15 Uhr sind wir beim Berghaus Oberaar 2338m.
Von da geht’s per Ruftaxi zur Grimselpasshöhe und mit dem Postauto durch das Haslital nach Meiringen. In der Gartenwirtschaft des Restaurant Bahnhöfli stillen wir Durst und Hunger. Während der Fahrt über den Brünig wird das Wetter immer besser, so viel blauen Himmel hatten wir leider in den letzten drei Tagen nie gesehen. In Luzern verabschieden wir uns von Beatrice und Christina, die von hier den Schnellzug nach Zürich nehmen. In Arth-Goldau warten wir auf den Voralpenexpress. Werni kommt mit einem Schwyzerörgelimusikanten ins Gespräch - daraus ergibt sich ein kurzes "Schnörregige"-Bahnhofsständchen, ein heiterer Abschluss unserer Finsteraarhorntour.

Kosten
Bahnen: ca. 120.-; HP und diverses in Hütten: ca. Fr. 300.-

Witterung
Immer bewölkt, kurzer Regen auf dem Jungfraufirn, Wind und ab und zu Nebel am Finsteraarhorn, dichter Nebel auf dem Studergletscher.

Besonderes
Auf dem Jungfraufirn, dem Grüneggfirn, dem Fieschergletscher, dem Studergletscher und dem Oberaargletscher - überall war der Firn aufgeweicht, so hohe Temperaturen hatten wir noch selten erlebt in diesen Höhen. Stundenlange Schnee-"Waggel" ergaben sich daraus.

Statistik
Aufstiege: 2750 Hm; Abstiege: 3900 Hm, total 20 Stunden

TeilnehmerInnen  6
Beatrice Jacob
Christina
Keller
Hansruedi
Keller, Tourenleiter
Norbert
Eisenring
Ruth
Fink-Theiler
Werner
Wolfensberger

Mittwoch, 15. Juli 2009               Hansruedi Keller