| 25 Höhepunkte BE Finsteraarhorn 4273,9 m | ||||
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Tourenbericht: Skihochtouren 22.04. - 25.04.2001 | |||
Tourenbericht Naturfreunde Rüti-Tann-Bubikon
25
Höhepunkte BE/VS
Skihochtourenwoche Finsteraarhorn 4273,9 m und
Dufourspitze 4633,9 m
22.4.
- 25.4.2001
Abgekürzte
Tourenwoche. Einmal bei weniger guten Bedingungen unterwegs zu sein, bietet besondere
Erlebnisse.
Programm
So, 22.04.01
Mo,
23.04.01
Im Schein der Stirnlampen steigen wir um 5Uhr bei minus 15°C die Eisentreppe
hinunter.
Die Felle kleben bei dieser Kälte nur noch mangelhaft. Die 500 Hm zur Grünhornlücke
erreichen wir in 2 Std. bei einem herrlichen, aber kalten Wintermorgen. Wir
fahren nach kurzer Pause weiter hinunter auf den Fieschergletscher, an den Fuss des
E-Grates des Wysnollen. Gody und ich verzichten auf die Besteigung dieses Berges
und erreichen um 10 Uhr die Finsteraarhornhütte. Drei Stunden später
sind
auch
Fränz, Werni und der Bergführer Paul Nigg vom schönen Skiberg zurück.
Di,
24.04.01
Programmgemäss beginnen wir um 06:00 den Aufstieg zum Finsteraarhorn bei schönstem
Wetter. Der Aufstieg über die steilen Hänge geht leicht, da Paul eine gute
Spur bei idealem Tempo anlegt. Aber schon nach einer Stunde ziehen Wolken auf,
die
Schneefahnen
an den Gipfeln werden immer länger. Nach zwei Stunden, direkt unterhalb des Frühstücksplatzes
auf ca. 3400m müssen wir umkehren und sind um 9Uhr in der Hütte zurück. Gegen
Mittag beschliessen wir, heute noch zur Hollandiahütte zu traversieren, da wir
von dort aus auch bei schlechterem Wetter ins Lötschental hinunterfahren können.
Die Traversierung ist lang. Zuerst bei Sonnenschein zurück auf die Grünhornlücke,
dann Abfahrt im Nebel zum Konkordiaplatz. Von hier aus "erfahren" wir
die Dimensionen des grossen Aletschfirns: Um 18:30 erst kommen wir bei der
Hollandiahütte an, nach 7km und 500 Hm nicht enden wollendem Aufstieg. Zum Glück
braucht Paul den Kompass nicht einzusetzen, da wir die ganze Zeit unter einer
"blauen Störung" aufwärts steigen.
Mi,
25.04.01
Die ganze Nachte stürmt es kräftig. Auf dem Langgletscher treffen wir oben
Bruchharst und unten faulen Schnee an. "Höhenmeter vernichten" nennt
Paul diese Art von Skiabfahrt. Diese 11km und 1700Hm werden wir nicht so schnell
vergessen. Um neun Uhr erreichen wir Blatten.
Der Wetterbericht für das Wallis ist zwar relativ gut, aber die Neuschneemengen
bei diesen stürmischen Winden sind zu gross, die Lawinengefahr zu hoch. Wir
beenden hier unsere Tourenwoche. In Spiez unterbrechen wir die Heimfahrt für
ein feines Mittagessen.
Kosten
Fr.700 pro Person
Witterung
So: Sonne, teils Pulverschnee, alles besser
als erwartet.
Mo:
Kalt, aber ziemlich sonnig.
Di: Schöner Morgen, bald aber bewölkt, stürmisch und Schneefall.
Mi: Stark bewölkt, sehr warm, in Blatten einsetzender Regen.
Besonderes
Ohne Bergführer hätten wir diese Tourenwoche
vielleicht ganz abgesagt, so erlebten wir
vier ganz spezielle Tourentage. Leider erreichten wir weder das Finsteraarhorn
noch die Dufourspitze.
Statistik
Aufstiege: 2650 Hm; 17.5 km; 12.5 Std
Abfahrten:
4574 Hm; 28.8 km; 10 Std.
TeilnehmerInnen 5
Franz
Greber
Godi
Hauser
Hansruedi
Keller
Organisation
Paul
Nigg
Bergführer
Werner
Wolfensberger
Tourenbericht: Hansruedi Keller