25 Höhepunkte AI AR Säntis 2501,9 m
Tourenbericht: Bergtour 13.-14.09.2003

Tourenbericht Naturfreunde Rüti-Tann-Bubikon

25 Höhepunkte AI/AR
Bergtour Säntis 2501,9 m
13.9. - 14.9.2003

Nach dem der erste Versuch 2001 wegen zuviel Neuschnee abgesagt werden musste, waren dieses Mal die Bedingungen ideal.

Programm

Samstag, 13.09.03

Um 09:20h steigen wir in Wildhaus, Post aus dem Doppelstöckerbus und marschieren in 10 Min. zur Talstation der Gamplütseilbahn. Trotz Vollautomatik (Einsteigen und Abfahren) dauert es aber mehr als 10 Minuten, bis sich die Bahn endlich in Bewegung setzt. Der Fahrpreis von Fr. 10.- pro Person für die 270 Höhenmeter scheint uns ziemlich überrissen.

Nach einem Kaffeehalt beginnen wir um 10:25h den Abstieg von Gamplüt 1354m zur Thurwis [150 Hm; 0:30 Std.] und ab hier den Aufstieg zum Bergrestaurant Tierwis 2085m [880 Hm; 2:15 Std.], welches wir bereits um 14:00h erreichen. Wir beziehen die Unterkunft im separaten Winterraum und löschen anschliessend unseren Durst.

Um 16h starten wir trotz kräftiger Bise und nebliger Witterung zu einer Nachmittagswanderung hinüber zu den Silberplatten, sind aber rechtzeitig zum Apero zurück in der Tierwis. Jetzt beobachten wir ein Rudel Steinböcke nur wenige Meter über dem Bergrestaurant. Nach dem feinen Nachtessen um 18:30h entlädt sich ein heftiges Gewitter mit Graupelschauern.

Ein Männerchor aus dem Rheintal bringt Stimmung in die Runde. Nicht wie in SAC Hütten ist die Nachtruhe um 10:00h, nein, aus unserer Gruppe verziehen sich die ersten um 11h, die letzten um 01:30h, und die Männerchörler machen unentwegt weiter.

Sonntag, 14.09.03

Ein herrlicher Spätsommermorgen mit klarer Fernsicht vom Berninagebiet bis in die Berner Alpen erwartet uns. Frühstückszeit ist 07:30h, und um 08:30h beginnen wir den Aufstieg zum Säntis. Der Graupelschneeüberzug ist ziemlich trittfest, aber die vereisten Felsen müssen sehr vorsichtig begangen werden. Godi bleibt auf dem Sattel unterhalb des Gipfels, weil der Schlussanstieg entlang dem Drahtseil für seine immer noch nicht ganz verheilte Hand ungeeignet ist. Um 09:50h erreichen wir den höchsten Punkt der Kantone AI und AR, den Säntis, 2503m [520 Hm; 1:20 Std.]. Die Fernsicht könnte nicht besser sein. Unzählige Österreicher Alpengipfel stehen im Osten und am Biancograt der Bernina kann man fast die Bergsteiger erkennen. Ringelspitz, Tödi, Titlis, Finsteraarhorn und weitere Höhepunkte sind klar zu sehen.

Leider muss sich Jürgen hier aus gesundheitlichen Gründen verabschieden, er wird mit der nächsten Bahn die Heimfahrt beginnen. Da Godi unten im Sattel auf uns wartet, verlassen wir die grandiose Szenerie bereits wieder um 10:20h. Der Drahtseilabstieg geht wider Erwarten einfach und bald klettern wir zum Blauschnee hinunter und queren in abwechslungsreicher Landschaft zum Öhrli hinüber, wo wir Mittagsrast halten. Vorher können wir aber noch ein 32-köpfiges Gämsrudel beobachten. Um 14h erreichen wir nach einem letzten Gegenanstieg den Schäfler 1925m, wo wir unseren Durst löschen. Für den schnellen Abstieg zur Ebenalp werden wir als "Kampfwanderer" bezeichnet. Wir steigen zum Wildkirchli hinunter, im Äscher ist aber kein einziger Sitzplatz zu finden, so gehen wir gleich weiter nach Wasserauen, wo wir um 16:30h ankommen. Säntis-Schäfler-Ebenalp-Wasserauen [+200 Hm; - 1800 Hm; 5:10 Std.]

Um 19:00h sind wir zurück in Rapperswil

Kosten

Halbpension Tierwis: Fr. 55.- + Getränke. ÖV: Ca. Fr. 30.-, Gamplütseilbahn: Fr. 10.-

Witterung

Am Samstag bewölkt und Biswind, am Abend Gewitter.
Am Sonntag zuerst wolkenloser Spätsommertag mit super Fernsicht, am Nachmittag wieder bewölkt.

Besonderes

Dank Berthys Sperberaugen konnten wir Murmeltiere, Schwarzspechte, Adler, Steinböcke und Gämsen beobachten.

Statistik

Aufstiege:1700 Hm; 4:35 Std.; Abstiege: 2050 Hm; 5:40 Std.

TeilnehmerInnen 8

Berthy Rinderknecht
Ella
Gnehm
Franz
Greber
Godi
Hauser
Hansruedi
Keller        Tourenleiter
Heidi
Grossenbacher
Jürgen
Schmiedehaus
Paul
Hintermann

Dienstag, 16. September 2003 Hansruedi Keller